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Männertreff

An jedem 3. Donnerstag im Monat um 14.00 Uhr vor dem Gemeindehaus.

 

Ansprechpartner:
Ralf Pape
Tel.: 5561


Unglaublich! Toll!

Das ist ja interessant! Das habe ich ja noch gar nicht gewusst!- einfach nur schön! …. Das sind nur einige der am meisten gehörten Aussagen der Teilnehmer unserer jeweiligen Exkursionen.

 

Wir, das sind etwa 25 Teilnehmer der Männerrunde die sich seit Anfang des Jahres 2017 auf Initiative von Klaus Haarmann innerhalb des Netzwerkes für gegenseitige Hilfe zusammen gefunden haben. Eine wirklich bunte Truppe mit den unterschiedlichsten Biographien, Religionen, Weltanschauungen, Fähigkeiten und Interessen. Fast jede Altersgruppe, aber dann doch meist „Silberrücken“ im wohlverstanden Unruhestand ist vertreten. Alteingesessene Großenwiedener und Zugezogenen. - Gerade diese Mischung macht die Truppe so unglaublich lebendig. Und das wiederum macht sich bei den Themen, für die wir uns neugierig zeigen, mehr als bemerkbar.

 

Standen zu Beginn Besuche in der unmittelbaren Umgebung an, so sind die Kreise unserer Reisen inzwischen deutlich ausgedehnter. Und, nahezu jeder bringt sich mit eigenen Kontakten und Vorschlägen bei den Besuchsplanungen ein.

Eine kleine Auswahl der letzten Ziele und ein Ausblick auf die noch zu organisierenden Fahrten machen das deutlich:

Die letzte Fahrt führte uns auf Initiative und Vermittlung von Ralf Pape zu einer von Mirko Pokrajcic betriebenen Autobahnbaustelle hinter Hamburg. Zu unserer bisher weitesten Reise hat uns der Unternehmer einen Reisebus spendiert und uns von Rehren bis zur Baustelle befördert. Dort angekommen wurde uns das Unternehmen und das 120 Kilometer lange Autobahnstück vorgestellt. Nach diesem theoretischen Teil bei Brötchen und Getränken ging es dann zu nächst zu der mobilen etwa 94 Tonnen schweren Betonmischanlage und dann weiter zur Baustelle und zu einem gigantischen Straßenfertiger. Diese nagelneue Maschine ist in der Lage in einem Arbeitsgang eine dreispurige (!) Autobahn mit einer bis dahin nicht erreichbaren Präzision von etwa wenigen Millimeter Maßabweichungen herzustellen. Und schafft etwa 600 Meter innerhalb von zwei Arbeitsschichten. Vorausgesetzt, die gesamte Logistik und Organisation der Materialbeschaffung und Anlieferung läuft reibungslos! Dafür sorgt eine erfahrene und hoch motiviert Mannschaft. Beeindruckend! Wir fahren ab sofort mit einem ganz anderen Verständnis über unsere Autobahnen. Herzlichen Dank an Mirko - den im Übrigen noch viele aus der Altherrenmannschaft des TSV kennen - und natürlich an Ralf für die Vermittlung.

Die Reise davor führte uns - ebenfalls auf Vorschlag von Ralf Pape – nach Braunschweig zu den Einrichtungen der Stiftung Neuerkerode, einer Stiftung unter dem Dach der evangelischen Landeskirche Braunschweig, die sich mit ihren circa 2.400 Mitarbeitern der Betreuung, Versorgung und Unterbringung von Menschen mit Behinderung widmet. Hier vor Ort wurden wir von dem Geschäftsführer der Einrichtung in dem Dorf Neuerkerode begleitet und konnten z. B. beobachten wie er jeden seiner Einwohnerinnen oder Einwohner persönlich kannte und begrüßte. Einwohner, wohlgemerkt nicht etwa Insassen, Schutzbefohlene oder Behinderte, ein Zeichen von Respekt und Achtung vor den Mitmenschen, das uns nicht verborgen blieb. Genau so wenig wie die vielfältigen Beschäftigungs- und Förderangebote an die etwa 730 BewohnerInnen. Nächste Station war die stiftungseigene Gärtnerei auf Einladung der Geschäftsführung verbunden mit einem sehr schmackhaften Mittagsimbiss, aus der ebenfalls von den Bewohnern betriebenen Küche! Besonders beeindruckend auch die Führung durch den (Kloster-)Vogt in der gewaltigen Klosterkirche Riddagshausen. Wieder einmal ein Beweis wie viele lohnenswerte Ziele mehr oder weniger unmittelbar in unserer Nachbarschaft zu finden sind. Dieser Besuch hat uns alle miteinander nachdenklich über die erlebte Inklusion nach Hause fahren lassen.

Einem ganz anderen Thema war der Besuch in der Müllverbrennungs-anlage in Hameln geschuldet. Müll, die Kehrseite unserer Wohlstandsge-sellschaft und wir sind alle mehr oder weniger daran beteiligt. Wohin damit? Deponieraum wird immer knapper und was sich in einer Deponie so entwickelt im Laufe der Verweildauer mag sich auch keiner so recht ausmalen. Thermische Verwertung, aus „Dreck“ saubere Energie gewinnen, das wollten wir uns einmal erklären lassen. Um es vorweg zu nehmen: der Aufwand ist beeindruckend. Welche Mengen müssen bewegt werden, eingesammelt, zwischengelagert, kontrolliert verbrannt, die Abgase gereinigt, der verwertbare Rohstoff herausgeklaubt werden und das Ganze unter scharfer staatlicher Kontrolle! Nicht umsonst werden wir weltweit für unsere Abfallwirtschaft beneidet. Hier wurde uns gezeigt wie aus dem Abfall Nahwärme und elektrische Energie für Hunderte von Haushalten gewonnen wird und damit wertvolle Primärenergie gespart werden kann. Für alle von uns ein Beispiel hoher Ingenieurs- und Verfahrenskunst. Übrigens die Verpflegung entsprach voll umfänglich der Gastfreundschaft.-

 

Was war noch in den letzten Wochen/Monaten Ziel unserer Fahrten:

 

v Hubschraubermuseum, Bückeburg,

v Kloster Wülfinghausen, H P Thul,

v Dom Hildesheim, Klaus Haarmann,

v Führung Schaumburg, mit Frau Handschumacher,

v Eggersmann Rinteln, Dieter Rügge,

v Bergwerk Kleinenbremen, H P Tegtmeier,

 

Und immer wieder zum Jahresende, ein Bilder-Rückblick mit unserem Fotoreporter Albert Siegmann. Schön dass er immer diese Momente im Bild festhält. -

 

Die Themen gehen uns nicht aus, wir besuchen als nächstes das Kloster Möllenbeck, wir lassen uns eine Zuckerfabrik bei vollem Betrieb erklären, wir besuchen den umgebauten Landtag in Hannover, wie funktioniert unsere so wichtige Wasserversorgung, oder was ist eigentlich am anderen Ende beim Abwasser zu beachten, wer war schon einmal im Jagdschloss Springe und bestimmt ist eine Besichtigung der gewaltigen EDEKA Logistik-Einrichtung an der Autobahn hoch interessant und, und, -------

 

Falls jemand neugierig geworden ist, nur zu, keine Scheu, wir treffen uns eigentlich an jedem dritten Donnerstag im Monat, Fahrer, falls erforderlich, finden sich immer und die Stimmung ist- wie es sich gehört – stets, locker und interessant.

 

Hans Peter Thul