6. Kirchenkreissynode hat Anfang November getagt
Über Fusion könnte verantwortlich entschieden werden
(fn) Bei seinem Bericht über der Zwischenstand zum Fusionsprozess der Kirchenkreise Grafschaft Schaumburg, Neustadt-Wunstorf, Nienburg und Stolzenau-Loccum hat Superintendet Christian Schefe gleich eingangs bemerkt, dass “wir weit genug wären, um darüber verantwortlich entscheiden zu können”. Natürlich gäbe es in Detailfragen noch Klärungsbedarf, aber die Hauptsatzung für einen fusionierten Kirchenkreis stehe zum Beispiel ebenso wie der Entwurf für eine Finanzsatzung. Die Mitarbeitervertretung hat ein “virtuelles Büro” eingerichtet, in dem alle Fragen rund um die Fusion gebündelt gesammelt und bearbeitet werden können. Im vereinten Kirchenkreis könne laut Schefe nur ein Diakonisches Werk geben. An dieser Stelle hakt der Fusionsprozess noch etwas, da die Trägerschaft durch eine Richtugnsentscheidung z.B. für den KK Grafschaft Schumbirg aus dessen Trägerschaft in die Trägerschaft des Diakonieverbandes Hannover Land wechseln könnte bzw. müsste. Ebenso müsste die Kirchekreisträgerschaft des Kita-Verbandes unseres Kirchenkreises aufgelöst werden, um in einem Verband für alle vier Kirchenkreise aufzugehen. Diese Probleme seien aber alle zu lösen und kein wirklicher Hinderungsgrund für die Fusion. Nach Schefe gibt es aber auch noch Einiges zu tun. So müsse über das Leitungskonzept für den neuen KK noch nachgedacht werden (was geschieht mit den vier Superintendenten), ein Konzept für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit samt neuem Logo müsse ebenso noch erstellt werden wie Konzepte für die Jugendarbeit und die Baurichtlinien. Als Herausforderungen benannte Schefe mit oder ohne Fusion die Zukunft des Pfarrdienstes. Wie eine pfarramtliche Versorgung der Gemeinden bei weniger werdendem Personal gewährleistet werden könnte. Als zweite Herausforderung hob er die starken finanziellen Kürzungen hervor, die auf die Kirche bzw. die Kirchenkreise zukommen werden. Daneben nannte er noch die Zukunft der Pfarrhäuser und den Klimaschutz. Schefe kam zum Fazit, dass wir uns von “der Kirche verabschieden müssen, die wir kennen”. In diesem Abschied sieht Schefe allerdings die Chance, wieder stärker eine Kirche “aus Geschwistern” zu werden, die sich ohne Neid an den Gaben der anderen (Gemeinden) freuen, Inhalte stärker in den Vordergrund stellen und “neu Kirche für andere werden”. Sein Fazig hier war: “Sich von Gott segnen lassen und diesen Segen gerne an andere weitergeben!”
Die Synode wird in ihrer Sitzung im Februar über die Fussion entscheiden. Einer endgültigen Fusion der vier Kirchenkreise muss abschließend das Landeskirchenamt in Hannover zustimmen.
Die Synode beschloss auf dieser Novembersitzung einstimmig den Haushaltsplanes 2027/2028, die Jahresabschlüsse der Haushaltsjahre 2020 bis 2024 sowie das Klimaschutzkonzept zur Landnutzung, das sich am “Niedersächsischen Weg” orientiert.