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Offener Spielekreis

Für Kinder und ihre Eltern, Omas & Opas, Tanten & Onkel
und andere Interessierte.

Freies Spielen und Projekte nach Absprache, zum Beispiel: Basteln, Theater Spielen, Musik- und Rhythmusspiele, Vorlesen…

Zusammen mit dem offenen Spielkreis trifft sich die Krabbelgruppe

Freitags, 15.00 bis 17.00 Uhr

Ort: Gemeindehaus, Bauwagen, draußen

Ansprechpartnerinnen:
Danielle Langreder 
danielle.handelsmann(at)gmx.de

Ellen Gottschalk
e.gottschalk(at)web.de

 

 

Ein Unikat für jeden - oder auch: Achtung, jetzt wird’s bunt

Mit unserer Gruppe machen wir viele unterschiedliche Dinge: wir basteln, lesen, spielen, schnitzen Kürbisse oder machen Schattentheater, wir gehen zusammen auf den Spielplatz oder auf den Kartoffel- und Gemüseacker, oder auch mal reiten. Als wir diese Gruppe vor Jahren gegründet haben, ist der Name „Spielegruppe“ entstanden. Aber eigentlich sind wir jede Woche etwas anderes, und für jeden das, was er gerade braucht. Manch einer braucht Raum zum Toben und Buden bauen, ein anderer eine Ecke, in der stundenlang Eisenbahn gespielt oder gelesen werden kann, oder auch mal in Ruhe die Füße hochgelegt und Kaffee getrunken werden kann. In der einen Woche muss manch einer sich als Pferdegespann auf dem Hof austoben, während sich ein anderer in der selbst gebauten Bude ausruhen möchte, in der nächsten Woche ist es dann vielleicht genau anders herum. Wir versuchen, all das unter einen Hut zu bringen und jede Woche unsere gemeinsame Zeit für jeden besonders werden zu lassen. Manchmal erfordert das einiges an Planung und Vorbereitung, ein anderes Mal muss man sich einfach zurück lehnen und die Dinge sich entfalten lassen. 

So wie neulich im Atelier Engelmann, das wir bereits zum 2. Mal mit unserer Gruppe aufgesucht haben. Nach einer spontanen Terminfindung bei Keksen und Walnüssen unter den Bäumen im Pfarrgarten ging es dann eine Woche später los zur kreativen Entfaltung in Farbe. 3x Farbe um genau zu sein. Plus 1x weiß bei dunklem Untergrund. Wie gewohnt kam jeder in seinem Tempo und wie es sich halt zeitlich so einrichten ließ. Mit kleinen Kindern lässt sich das Leben nun mal nicht minutengenau takten. Zumindest halte ich das nicht für erstrebenswert. Und mit 12-Zoll-Reifen fährt es sich halt ohnehin nicht so schnell wie mit 24-Zoll. Um erst gar nicht davon zu reden, wie viele Schritte kurze Beine machen müssen, um vom Kindergarten bis zum Gemeindehaus zu gelangen, und wie viele Schritte das mehr sind als bei erwachsenen Beinen.

Das hatte den Vorteil, dass das Atelier schon gerammelt voll war und die ersten Künstler schon fast fertig waren mit ihren Kunstwerken als die letzten eintrudelten. Was bei der Größe unserer Gruppe durchaus von Vorteil war. Es wurden schon fleißig Motive ausgesucht, Steinplatten sorgsam in die mitgebrachten T-Shirts eingeschlagen und über die Farbwahl nachgedacht. Welche 3 Farben möchte ich denn? Und was passt wohl am besten, wenn man ein knalloranges T-Shirt mit hat? Welche Farbe muss ich als erstes auftragen? Und welche Mischfarbe entsteht dann beim Auftragen der 2. und 3. Farbe? Alles Fragen, mit denen sich kleine und große Künstler beschäftigen müssen. Und es in unserem Fall mit Begeisterung und großer Konzentration getan haben. Für mich als Erwachsene und Mit-Organisatorin der Gruppe ist es immer wieder schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und spielerischer Ernsthaftigkeit die Kinder an solche Aufgaben herangehen und wie stolz sie am Ende auf ihr Ergebnis sind. Was mir persönlich bei der Druckaktion bei Katharina am meisten gefallen hat, ist, dass jeder sein ganz persönliches Unikat hergestellt hat, das ihn noch lange an diesen schönen gemeinsamen Nachmittag erinnern wird. Und alle anderen auch, die dabei waren. Und ich denke, auch dieses Mal wird es wieder passieren, dass sich die Kinder gegenseitig auf der Straße ansprechen mit „Hey, das T-Shirt haben wir doch zusammen bei Katharina gemacht!“ In diesem Sinne kann ich nur sagen: „Schön war es wieder bei Dir, Katharina! Und wir freuen uns schon aufs nächste Mal.“

Was ich allerdings auch nicht unerwähnt lassen möchte ist die Tatsache, wie sich unsere Gruppe über die Jahre entwickelt hat. Die Kinder sind nicht nur älter geworden (und neue Kinder und kleine Geschwister dazu gekommen), sie sind auch gewachsen, miteinander und aneinander und jeder in seinem Tempo. Im Gegensatz zu früher gab es kein Schubsen, kein Vordrängeln und kein Gezanke. Sondern eine Gruppe, in der aufeinander geachtet wurde, in Ruhe abgewartet, bis man an der Reihe war, und einander geholfen. So dass ich mit Stolz sagen kann, dass wir einen entspannten Nachmittag verbracht haben, den wir in Ruhe auf dem schönen Spielplatz an der Weser ausklingen lassen konnten, bis die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwand und es dann doch recht schnell kalt wurde.

Wenn ihr auch Lust habt auf entspannte Nachmittage, bei denen sich jeder so entfalten kann, wie er gerade möchte, dann kommt freitags im Gemeindehaus vorbei, um irgendwann nach drei Uhr, je nachdem, wie viele kleine Schritte es bis dorthin sind. 

Damit wir uns auch in Zukunft kreativ entfalten können, suchen wir Materialien für unsere nächsten Projekte: getrocknete Bambus-/Schilfrohre, Hohlziegel und Dachpfannen und unbehandelte Bretter und Pfosten. Wer etwas davon für uns übrig hat, kann sich unter danielle.handelsmann(at)gmx.de melden oder freitags im Gemeindehaus vorbei kommen. Und wer Lust und Zeit hat, mit uns gemeinsam Igelhäuser und Insektenhotels zu bauen, der ist herzlich willkommen!

 

(Danielle Langreder)